Nach WM-Debakel: Hamann fordert Kimmich-Rücktritt aus dem DFB-Team

Vjekoslav Keskic
Foto: Getty Images

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Nach dem erneuten Scheitern der deutschen Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft fordert Dietmar Hamann einen radikalen Neuanfang. Der TV-Experte würde dabei selbst vor Kapitän Joshua Kimmich nicht Halt machen.

Das überraschende WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay hat die Diskussionen um die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft weiter angeheizt. Nun meldet sich auch Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann mit deutlichen Forderungen zu Wort.


Der frühere Bayern-Profi plädiert für einen umfassenden personellen Umbruch – und stellt dabei sogar DFB-Kapitän Joshua Kimmich infrage.

Hamann fordert Neuanfang ohne Kimmich

Im Gespräch mit Sky sprach sich Hamann dafür aus, künftig auf eine neue Generation zu setzen. „Da sollten wir jetzt einen Neuanfang machen“, erklärte der 52-Jährige.

Als mögliche Nachfolger im zentralen Mittelfeld nannte er unter anderem Angelo Stiller und Bayern-Talent Tom Bischof. „Mit Stiller und Bischof, die da vielleicht spielen können. Man muss jetzt einfach mit den Jungen spielen, weil wir uns das zu lange angesehen haben.“

Für Hamann ist klar, dass der DFB einen klaren Schnitt vollziehen müsse. „Man muss wirklich einen Schnitt machen. Und wenn die Spieler nicht selbst zurücktreten, dann sollten wir es ihnen vielleicht nahelegen.“

Neben Kimmich sieht Hamann auch Leroy Sané und Leon Goretzka nicht mehr als Teil der Zukunft der Nationalmannschaft.

Kimmich denkt nicht ans Aufhören

Joshua Kimmich
Foto: IMAGO

Joshua Kimmich selbst hatte nach dem WM-Aus bereits deutlich gemacht, dass ein Rücktritt für ihn keine Option sei. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist aufgeben“, erklärte der 31-Jährige bei MagentaTV.

Der Bayern-Profi hatte nach dem Ausscheiden zudem die Verantwortung für das Scheitern übernommen und betont, dass allein die Mannschaft für die enttäuschenden Leistungen verantwortlich sei.

Klar ist: Nach dem dritten enttäuschenden WM-Turnier in Folge dürfte die Debatte über die personelle Zukunft der Nationalmannschaft in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen.

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