Brisanter Plan: Kommt es zur Transfer-Revolution beim FC Bayern?

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Der FC Bayern könnte seine Transfer-Strategie grundlegend überdenken. Nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft steht die jahrelange Vorliebe für DFB-Stars intern offenbar zur Debatte.

Lange folgte der deutsche Rekordmeister einem klaren Prinzip: Möglichst viele deutsche Nationalspieler sollten das Grundgerüst der Mannschaft stellen. Schlagwort hierfür war der “FC Bayern Deutschland”.


Wie der kicker berichtet, könnte dieser Ansatz an der Säbener Straße bald intern als “nicht mehr zeitgemäß” eingestuft werden.

Der Grund liegt in der sportlichen Realität. Echte Unterschiedsspieler auf internationalem Top-Niveau sind die meisten deutschen Profis seit geraumer Zeit nicht mehr. Auch beim FC Bayern geben mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz drei Akteure den Ton an, die allesamt keine Deutschen sind.

Deutsches Debakel mit Bayern-Block

Zusätzlichen Nachdruck bekommt die mögliche Kurskorrektur durch das jüngste Turnier. Die deutsche Auswahl scheiterte bei der Endrunde in Kanada, den USA und Mexiko bereits im Sechzehntelfinale am Underdog Paraguay – das nächste Debakel für den DFB.

Im WM-Kader standen dabei gleich mehrere Münchner: Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Jonathan Tah, Jamal Musiala und Neuzugang Nathaniel Brown gehörten zum Aufgebot. Hinzu kam Leon Goretzka, dessen Vertrag beim FC Bayern allerdings am 30. Juni auslief und bekanntlich nicht verlängert wurde. Der 31-Jährige ist einer von sieben bislang feststehenden Abgängen in diesem Sommer.

Auf dem Transfermarkt holten die Bayern bislang einen internationalen Star und einen deutschen Nationalspieler. Man sicherte sich den Marokkaner Ismael Saibari, der aktuell bei der WM glänzt. 50 Millionen Euro flossen für den 25-Jährigen an die PSV Eindhoven.

Gleichzeitig wuchs aber auch die deutsche Fraktion im Kader. Ebenfalls rund 50 Millionen Euro überwies der FC Bayern für Nathaniel Brown an Eintracht Frankfurt. Der 23 Jahre alte Linksverteidiger deutete bei der WM zumindest an, eine Verstärkung sein zu können, und hat wegen seines jungen Alters noch reichlich Luft nach oben. Komplettiert wurde die Zugangsseite durch die Rückkehr von Mittelfeld-Talent Noel Aseko von Hannover 96 – er könnte aber noch nach Frankfurt weiterverkauft werden.

Ob aus der internen Debatte um den “FC Bayern Deutschland” tatsächlich ein Strategiewechsel wird, ist offen. Fest steht: Die Ausrichtung auf DFB-Akteure steht beim FC Bayern erstmals seit Langem grundsätzlich zur Diskussion.

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