Der FC Bayern arbeitet in diesem Transfersommer nicht nur an Neuzugängen, sondern auch daran, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Nun könnten die Münchner von einem ehemaligen Spieler profitieren. Nestory Irankunda steht Medienberichten zufolge kurz vor einem Wechsel zu Sporting Lissabon – und der Rekordmeister soll an dem Transfer mitverdienen.
Nach den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari liegt der Fokus der Bayern-Bosse auch auf der wirtschaftlichen Seite der Kaderplanung. Sportvorstand Max Eberl möchte weitere Einnahmen erzielen, um die Transferbilanz auszugleichen.
Dabei könnte jetzt ausgerechnet ein Ex-Spieler für frisches Geld sorgen.
Irankunda vor Wechsel zu Sporting
Wie die portugiesische Zeitung A Bola berichtet, steht Nestory Irankunda unmittelbar vor einem Wechsel vom FC Watford zu Sporting Lissabon. Demnach befinden sich beide Vereine in fortgeschrittenen Gesprächen. Als Ablöse stehen rund 15 Millionen Euro zuzüglich möglicher Bonuszahlungen im Raum.
Der australische Nationalspieler war erst im vergangenen Jahr vom FC Bayern nach England gewechselt. Während der Weltmeisterschaft machte der Flügelspieler mit starken Auftritten auf sich aufmerksam und erzielte zudem einen Treffer.
Bayern soll kräftig mitkassieren

Für die Münchner ist der mögliche Transfer aus finanzieller Sicht besonders interessant. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sicherte sich der FC Bayern beim Verkauf an Watford nicht nur eine Rückkaufoption, sondern auch eine Weiterverkaufsklausel in Höhe von 50 Prozent.
Offen ist bislang allerdings, wie genau diese Klausel ausgestaltet ist. Sollte sich die Beteiligung auf die gesamte Ablösesumme beziehen, würden den Bayern bei einer Sockelablöse von 15 Millionen Euro rund 7,5 Millionen Euro zustehen.
Handelt es sich dagegen um eine Gewinnbeteiligung, lägen die Einnahmen etwas niedriger. Da Watford den Offensivspieler für rund drei Millionen Euro verpflichtete, würde der Gewinn bei zwölf Millionen Euro liegen. Davon würden die Bayern etwa sechs Millionen Euro erhalten.
So oder so wäre der Deal für den Rekordmeister ein finanzieller Erfolg. Bereits zuletzt profitierten die Münchner dank einer ähnlichen Klausel vom Wechsel von Tanguy Nianzou vom FC Sevilla zum OSC Lille. Sollte der Transfer von Irankunda zu Sporting in den kommenden Tagen offiziell werden, könnte Max Eberl einen weiteren Millionenbetrag für die Transferkasse verbuchen und seinem Ziel einer ausgeglichenen Transferbilanz einen wichtigen Schritt näherkommen.

