Manuel Neuer steht womöglich vor seiner letzten Saison beim FC Bayern. Danach könnte sich für den 40-Jährigen eine Rückkehr zum FC Schalke 04 ergeben.
Die aktive Karriere von Manuel Neuer neigt sich dem Ende entgegen. Der Vertrag des 40-Jährigen beim FC Bayern läuft nach der Saison aus. Vieles deutet darauf hin, dass der langjährige Kapitän anschließend seine Torwarthandschuhe an den Nagel hängen wird. Offen ist allerdings, wie es danach für ihn weitergeht.
Eine Rückkehr zum FC Schalke 04 scheint dabei zumindest nicht ausgeschlossen. Die Verantwortlichen der Königsblauen können sich grundsätzlich vorstellen, Neuer nach dessen Karriereende wieder in den Verein einzubinden.
Aufsichtsratschef Axel Hefer sagte der BILD mit Blick auf Neuers einst kontroversen Wechsel nach München: „Sein Abgang war kontrovers, aber ich persönlich finde, dass jeder Fehler machen kann, gerade wenn er jung ist. Das ist dann irgendwann auch mal gut. […] Er wird erst mal seine Zeit genießen und sich dann überlegen, was er machen möchte. Ob er dann in der alten oder in der neuen Heimat tätig werden möchte – das muss er sich selbst überlegen.“
Auch Sportvorstand Frank Baumann zeigte sich in der BILD offen für eine Zusammenarbeit. Auf die These, dass er Neuer einen Job auf Schalke anbieten werde, antwortete er: „Grundsätzlich halte ich es für interessant, aufgrund der Qualifikation und der Leidenschaft ehemalige Spieler einzubinden. Deswegen antworte ich auch da mit ‚Stimmt’ – im Wissen, dass es nicht leicht wird, eine Lösung zu finden.“
Neuer betont seine Verbundenheit mit Schalke
Neuer selbst ließ nach dem jüngsten Gastspiel der Bayern in Gelsenkirchen keinen Zweifel daran, wie viel ihm sein früherer Verein noch immer bedeutet. Bei DAZN erklärte er: „Für mich gehört der Verein einfach in die erste Liga. Ich war in der zweiten Liga Schalke-Fan und bin auch der größte Fan, wenn sie gegen Dortmund spielen.“
Noch deutlicher wurde der ehemalige Schalke-Keeper mit Blick auf seine Herkunft: „Ich bin in Gelsenkirchen aufgewachsen, meine Familie kommt daher. Ich bin ja auch Gelsenkirchen, ich bin Schalke! Aber ich habe auch die bayerische Gemütlichkeit.“
Eine Rückkehr in seine Heimat schloss Neuer ebenfalls nicht aus. „Ich fühle mich am Tegernsee, in Bayern und in München wohl. Genauso aber auch in meiner Heimat in Gelsenkirchen. Meine Freunde sind auch noch da. Dementsprechend kann ich jetzt nicht sagen, was mir mehr taugt. Natürlich wohnen wir jetzt hier in Bayern und das ist auch die zweite Heimat geworden und wir genießen die Ruhe, Natur und alles Drumherum. Aber die Herkunft bleibt immer die Herkunft. Ich weiß, wo ich aufgewachsen bin.“

Damit wäre eine spätere Tätigkeit auf Schalke grundsätzlich denkbar. Einfach dürfte eine Rückkehr allerdings nicht werden. Noch immer wird Neuer von Teilen der Schalker Fans wegen seines Wechsels zum FC Bayern im Jahr 2011 angefeindet.
Zudem wollen auch die Münchner ihren langjährigen Kapitän nach dessen Karriereende gerne an den Verein binden. Präsident Herbert Hainer hat bereits deutlich gemacht, dass für Neuer beim FC Bayern auch nach seiner aktiven Laufbahn die Tür offensteht.
Sollte Neuer im Anschluss an seine Spielerkarriere direkt im Profifußball weiterarbeiten wollen, spricht deshalb derzeit mehr für einen Verbleib in München als für eine Rückkehr nach Gelsenkirchen. Beim FC Bayern genießt er höchstes Ansehen und könnte auf vertrautem Terrain eine neue Rolle übernehmen. Dass Schalke bei seinem früheren Eigengewächs dennoch seine Chancen ausloten möchte, zeichnet sich nun immer deutlicher ab.

