Starkes Transfer-Zeugnis: So hat Bayern seinen Milliarden-Kader gebaut

Foto: IMAGO

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen

Der FC Bayern verfügt nicht nur über einen der wertvollsten Kader Europas, auch beim Verhältnis zwischen gezahlten Ablösen und aktuellem Marktwert können sich die Zahlen des deutschen Rekordmeisters sehen lassen. Eine aktuelle Auswertung von Transfermarkt zeigt, wie viel die europäischen Topklubs für ihre derzeitigen Mannschaften investiert haben.

Demnach haben die Münchner insgesamt 538 Millionen Euro an Ablösen ausgegeben, um ihren aktuellen Kader zusammenzustellen. Der heutige Marktwert liegt bei stolzen 1,04 Milliarden Euro. Zwischen Einkaufs- und aktuellem Kaderwert liegen damit mehr als 500 Millionen Euro.


Auch im vergangenen Transfersommer investierte Bayern kräftig in die Mannschaft von Vincent Kompany. Allein für Ismael Saibari und Nathaniel Brown flossen zusammen rund 100 Millionen Euro. Dennoch zeigt die Transfermarkt-Auswertung, dass der Rekordmeister bei seinen aktuellen Spielern insgesamt eine deutliche Wertsteigerung erzielt hat.

International liegt Bayern beim reinen Einkaufswert auf Rang zwölf und damit überraschend weit hinter einigen Klubs aus der Premier League.

Bayern macht aus 538 Millionen einen Milliarden-Kader

Besonders interessant ist der Vergleich mit der Bundesliga-Konkurrenz. Bayer Leverkusen investierte 478 Millionen Euro in seinen aktuellen Kader. Dessen Marktwert beträgt 481 Millionen Euro und liegt damit nur geringfügig über den gezahlten Ablösen.

Beim FC Bayern sieht das Verhältnis deutlich besser aus. Den 538 Millionen Euro Einkaufswert stehen 1,04 Milliarden Euro Kaderwert gegenüber. Nach der Berechnung von Transfermarkt entspricht dies einer Wertschöpfung von 48 Prozent.

Borussia Dortmund hat für sein aktuelles Aufgebot sogar deutlich weniger ausgegeben. Der BVB kommt auf einen Einkaufswert von 376 Millionen Euro. Der Marktwert der Dortmunder liegt inzwischen bei 564 Millionen Euro.

Bayern bleibt damit der mit Abstand wertvollste Kader Deutschlands. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass die Münchner ihre Mannschaft nicht annähernd zu den Summen zusammengestellt haben, die der aktuelle Marktwert vermuten lassen könnte.

Beim Einkaufswert liegt Bayern international sogar nur knapp vor Al-Hilal. Der saudische Klub investierte 502 Millionen Euro in seinen aktuellen Kader, dessen Marktwert inzwischen jedoch auf rund 240 Millionen Euro gesunken ist.

Premier League spielt finanziell in einer anderen Liga

Bradley Barcola
Foto: IMAGO

An der internationalen Spitze zeigt sich einmal mehr die enorme Finanzkraft der Premier League. Liverpool und Manchester City haben jeweils 1,14 Milliarden Euro für ihre aktuellen Kader ausgegeben. Damit investierten beide Klubs mehr als doppelt so viel wie der FC Bayern.

Auch Manchester United und Tottenham kommen jeweils auf einen Einkaufswert von 1,03 Milliarden Euro. Die ersten sechs Plätze des Rankings werden ausschließlich von englischen Vereinen belegt. Erst danach folgen Real Madrid und Paris Saint-Germain.

Besonders bemerkenswert ist allerdings der FC Barcelona. Die Katalanen haben für ihren aktuellen Kader insgesamt 490 Millionen Euro an Ablösen gezahlt. Der Marktwert der Mannschaft liegt inzwischen bei 1,26 Milliarden Euro. Laut Transfermarkt ist dies die größte Wertsteigerung im internationalen Vergleich.

Auch Bayern kann mit seiner Bilanz dennoch zufrieden sein. Während andere europäische Schwergewichte teilweise mehr als eine Milliarde Euro investieren mussten, um ihre aktuellen Mannschaften zusammenzustellen, kommt der Rekordmeister mit etwas mehr als der Hälfte aus.

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen
THEMEN
Teile diesen Artikel