Der sicher geglaubte Wechsel von Fisnik Asllani zu RB Leipzig ist überraschend geplatzt. Medizinische Bedenken sorgten dafür, dass die Sachsen kurz vor dem Abschluss die Reißleine zogen. Damit ist die Zukunft des Hoffenheim-Stürmers wieder völlig offen. In der Vergangenheit wurde auch der FC Bayern mit dem 24-Jährigen in Verbindung gebracht.
Eigentlich schien bei Asllani alles geklärt. RB Leipzig wollte den Angreifer verpflichten und war bereit, dessen Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen Euro zu aktivieren. Der Stürmer reiste bereits zum Medizincheck nach Salzburg.
Doch dort kam es zur überraschenden Wende. Wie die BILD berichtet, stellten die Leipziger „langfristige medizinische Bedenken“ fest und entschieden sich gegen den Transfer.
Die TSG Hoffenheim bestätigte das geplatzte Geschäft anschließend offiziell: „Der Transfer kommt aufgrund medizinischer Bedenken, die RB Leipzig angemeldet hatte, nicht zustande.“
Hoffenheim widerspricht Leipzig deutlich
Bemerkenswert ist, dass die Hoffenheimer die Einschätzung der Leipziger offenbar nicht teilen. Geschäftsführer Andreas Schicker stellte klar: „Fisnik kann körperlich und sportlich auf höchstem Niveau performen.“
Asllani soll deshalb bereits in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining der TSG einsteigen. Ob er tatsächlich in Hoffenheim bleibt, ist allerdings offen.
Mit elf Toren und zehn Vorlagen in 35 Pflichtspielen hat sich der Angreifer in der vergangenen Saison für größere Aufgaben empfohlen. Nach dem geplatzten Leipzig-Deal könnte nun unter anderem Borussia Dortmund in den Poker einsteigen.
Bayern hatte Asllani als Kane-Backup auf dem Zettel

Auch beim FC Bayern war Asllani bereits ein Thema. Die Münchner sollen sich in der Vergangenheit mit dem Stürmer als möglichem Backup für Harry Kane beschäftigt haben.
Laut der BILD sondieren die Bayern weiterhin den Transfermarkt auf der Suche nach einem Stürmer. Dass der Rekordmeister nach dem geplatzten Leipzig-Wechsel jetzt einen neuen Anlauf startet, erscheint allerdings unwahrscheinlich. Mit Nathaniel Brown und Ismael Saibari haben die Bayern bereits rund 100 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Weitere kostspielige Verpflichtungen sind derzeit nicht geplant.
Hinzu kommt, dass Saibari aufgrund seiner offensiven Vielseitigkeit bei Bedarf auch im Sturmzentrum eingesetzt werden kann. Zudem haben die Münchner mit Bastian Assomo ein vielversprechendes Nachwuchstalent in der Hinterhand.
Asllani ist damit zwar wieder auf dem Markt und grundsätzlich ein interessanter Spieler. Aktuell deutet jedoch wenig darauf hin, dass der geplatzte Leipzig-Transfer beim FC Bayern zu einem Umdenken führt.

