Experte verrät: Warum Frankfurt Brown an Bayern abgeben musste

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Nathaniel Brown gehört zu den großen Transfers des FC Bayern in diesem Sommer. Rund 50 Millionen Euro überwiesen die Münchner für den 22-Jährigen an Eintracht Frankfurt. Michael Reschke sieht hinter dem Wechsel auch ein grundsätzliches Problem für die Konkurrenz des deutschen Rekordmeisters.

Der frühere Technische Direktor des FC Bayern sprach im Interview mit der Abendzeitung München über Browns Transfer nach München und die Rolle von Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche. Für Reschke war der Verkauf trotz des sportlichen Verlusts ein nachvollziehbarer Schritt.


Auf die Frage, wie schwer es Krösche gefallen sein dürfte, einen Leistungsträger ausgerechnet zum FC Bayern ziehen zu lassen, verwies Reschke auf die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse innerhalb der Bundesliga.

„In der Liga kann es sich nur der FC Bayern erlauben, Spieler auch bei außergewöhnlichen Verkaufsalternativen zu behalten. Alle anderen Teams müssen früher oder später verkaufen“, erklärte der 68-Jährige.

Damit macht Reschke deutlich: Selbst ein Klub wie Eintracht Frankfurt kann bei entsprechenden Angeboten nicht jeden Leistungsträger halten. Bayern befindet sich aus seiner Sicht dagegen in der komfortablen Situation, auch bei lukrativen Offerten Nein sagen zu können.

„Die Brown-Story war top“

Aus Frankfurter Sicht bewertet Reschke die Personalie Brown dennoch als Erfolgsgeschichte. Der Linksverteidiger entwickelte sich bei der Eintracht rasant und brachte dem Klub nach nur einer Saison einen erheblichen Transfergewinn ein.

„Für Markus und die Eintracht war die Brown-Story top. Man konnte sich ein Jahr über einen tollen Spieler freuen und hat ihn dann mit großem Gewinn weitertransferiert.“

Brown hatte sich in Frankfurt innerhalb kürzester Zeit zu einem der spannendsten deutschen Spieler auf seiner Position entwickelt. Seine Leistungen weckten schließlich auch das Interesse des FC Bayern.

Die Münchner waren bereit, tief in die Tasche zu greifen und machten den 22-Jährigen zu einem ihrer wichtigsten Neuzugänge des Sommers. Für Frankfurt bedeutete das zwar den Verlust eines Leistungsträgers, gleichzeitig aber auch ein lukratives Transfergeschäft.

Brown überzeugt auch beim FC Bayern

Nathaniel Brown
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Dass Bayern bereit war, eine hohe Ablöse für Brown zu investieren, zahlt sich bislang aus. Der deutsche Nationalspieler hat sich unter Vincent Kompany schnell zurechtgefunden und überzeugt vor allem durch seine Vielseitigkeit.

Eigentlich als Außenverteidiger verpflichtet, wurde Brown zuletzt auch deutlich offensiver eingesetzt. Kompany ließ ihn unter anderem auf der Zehnerposition auflaufen. Der Bayern-Coach schwärmte bereits von seinem Neuzugang und bezeichnete ihn als „unfassbar schlauen Spieler“.

Für den Rekordmeister könnte sich die hohe Investition damit langfristig auszahlen. Gleichzeitig zeigt der Transfer aus Reschkes Sicht, welchen entscheidenden Vorteil Bayern gegenüber der nationalen Konkurrenz besitzt.

Während andere Bundesligisten bei außergewöhnlich hohen Angeboten irgendwann zum Verkauf gezwungen sind, können die Münchner ihre wichtigsten Spieler halten und gleichzeitig bei der Konkurrenz zuschlagen.

Für Frankfurt war der Brown-Verkauf deshalb zwar sportlich schmerzhaft, wirtschaftlich aber ein großer Erfolg. Für Bayern könnte der 50-Millionen-Transfer wiederum zu einem wichtigen Baustein für die kommenden Jahre werden.

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