Beim FC Bayern sorgt ein Instagram-Post aus dem Umfeld des Kosovo für Aufsehen. Mittelfeldtalent Erblin Osmani hat den Pass der Republik Kosovo erhalten. Ob der 17-Jährige künftig tatsächlich für das Land seiner Eltern auflaufen wird, ist allerdings noch offen.
Erblin Osmani gilt beim FC Bayern als großes Talent. Nun sorgt ein Instagram-Post rund um den 17-jährigen Mittelfeldspieler für Diskussionen – vor allem beim DFB.
Dr. Faruk Ajeti, Botschafter der Republik Kosovo in Deutschland und Dänemark, veröffentlichte am vergangenen Freitag ein gemeinsames Foto mit Osmani. Darauf überreicht er dem Bayern-Talent den kosovarischen Reisepass.
Dazu schrieb Ajeti: „Es ist eine besondere Ehre, dass ich heute den Reisepass der Republik an unser Bayern-Talent Erblin Osmani übergeben konnte und eine großartige Nachricht für den kosovarischen Fußball verkünden kann: Erblin wird für den Kosovo spielen!“
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Diese Aussage sorgt beim DFB für Wirbel. Osmani ist in Deutschland geboren und lief bislang ausschließlich für die deutschen Junioren-Nationalmannschaften auf. Noch im Januar stand er für die deutsche U17-Auswahl bei zwei Testspielen gegen Portugal auf dem Platz.
Entscheidung offenbar noch nicht gefallen
Entgegen der Aussage des kosovarischen Botschafters soll Osmani nach Informationen der BILD allerdings noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben. Der Spieler selbst und sein Management haben sich bislang nicht öffentlich zu der Angelegenheit geäußert.
Der kosovarische Pass eröffnet dem Bayern-Juwel lediglich die Möglichkeit, künftig für die Nationalmannschaft des Landes seiner Eltern aufzulaufen. Eine endgültige Entscheidung über seine internationale Zukunft ist damit noch nicht getroffen. Mehr Klarheit könnte bereits während der Länderspielpause Ende September entstehen.
Für den DFB wäre ein Abgang des Talents zweifellos bitter. Osmani gilt als eines der größten deutschen Talente seines Jahrgangs. Beim FC Bayern durfte der defensive Mittelfeldspieler bereits regelmäßig mit den Profis trainieren und feierte im März beim 4:0 gegen Union Berlin sein Bundesliga-Debüt.
Auch der FC Bayern setzt große Hoffnungen in den Youngster. Im Juli verlängerte Osmani seinen Vertrag bis 2029. Mit seinem 18. Geburtstag im Mai 2027 geht dieser automatisch in einen Profivertrag über.
Nun könnte sich für Osmani eine wichtige Entscheidung anbahnen. Der Kosovo bietet ihm möglicherweise einen schnelleren Weg in die A-Nationalmannschaft, während der Konkurrenzkampf beim DFB deutlich größer ist. Auf der anderen Seite bietet ihm die deutsche Nationalmannschaft langfristig sicher bessere Chancen auf internationale Erfolge.
Noch ist deshalb offen, welches Trikot Osmani künftig auf internationaler Bühne tragen wird. Der Pass ist da – die Entscheidung für Kosovo oder Deutschland aber offenbar noch nicht gefallen.

