Comeback-Sieg in Mainz: Bayern stellt Leverkusen-Rekord ein

Tim Schoster
Foto: Getty Images

Der FC Bayern hat in Mainz nicht nur ein wildes Spiel gedreht. Die Münchner stellten dabei auch einen historischen Bundesliga-Rekord ein.


Der 4:3-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 war für den FC Bayern weit mehr als nur ein spektakulärer Auswärtserfolg. Nach einem 0:3 zur Pause kämpfte sich der Rekordmeister zurück und drehte die Partie durch Treffer von Nicolas Jackson, Michael Olise, Jamal Musiala und Harry Kane noch komplett.

Damit schrieben die Münchner zugleich Bundesliga-Geschichte. Zum achten Mal in dieser Saison gewann der FCB ein Spiel, in dem er zuvor in Rückstand geraten war. Diesen Wert hatte zuvor nur Bayer Leverkusen in der Saison 1999/2000 erreicht.

Ausgerechnet Leverkusen dient damit als historische Vergleichsmarke. Die Werkself lieferte sich 1999/2000 ein enges Titelrennen mit dem FC Bayern und ging damals mit 73 Punkten sowie der besseren Ausgangslage in den letzten Spieltag, verlor den Meistertitel aber noch an die Münchner.

Comeback-Rekord hält Leverkusen noch

Auch eine weitere Statistik zeigt, wie bemerkenswert Bayerns aktuelle Comeback-Qualitäten sind. Laut Opta holte der Rekordmeister in dieser Bundesliga-Saison bereits 25 Punkte nach Rückständen. Mehr waren es zuletzt bei Leverkusen 1999/2000, als die Werkself mit 29 Punkten nach Rückständen den Bundesliga-Bestwert aufstellte.

In Mainz wirkte dieser Rekord lange weit entfernt. Die Gastgeber führten zur Pause bereits mit 3:0, während die Bayern offensiv kaum Durchschlagskraft entwickelten. Erst nach den Einwechslungen von Harry Kane, Michael Olise und später Jamal Musiala bekam das Spiel der Münchner deutlich mehr Tempo und Zielstrebigkeit.

Der Rekordabend nahm dann innerhalb von 30 Minuten seinen Lauf. Jackson verkürzte kurz nach der Pause, Olise brachte Bayern mit einem sehenswerten Schlenzer zurück, Musiala erzielte den Ausgleich und Kane vollendete in der Schlussphase die Wende. Für die Münchner war es ein Comeback, das nicht nur drei Punkte brachte, sondern auch einen Platz in den Bundesliga-Geschichtsbüchern.

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