HSV-Gespräche mit Krüger: Das sagt Bayern-Boss Freund

Lukas Neth
Foto: IMAGO

FCB-Sportdirektor Christoph Freund hat erstmals öffentlich Stellung zu den Gerüchten rund um einen Wechsel von Funktionärin Kathleen Krüger zum HSV bezogen.


Kathleen Krüger steht offenbar kurz vor einem Wechsel zum Hamburger SV. Das bestätigte Freund auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Heidenheim: „Wir können bestätigen, dass uns Kathleen darüber informiert hat, dass sie Gespräche führt mit dem HSV.“

Man sei im Austausch und respektiere ihren Wunsch, sich mit einer neuen Herausforderung auseinanderzusetzen. Gleichzeitig machte der Bayern-Boss deutlich, welchen Stellenwert Krüger intern genießt: „Kathleen ist sehr lange im Verein, hat verschiedene Positionen bekleidet. Sie ist sehr hoch angesehen und hat für den FC Bayern München über viele Jahre einen Top-Job gemacht.“

Als Teammanagerin war sie lange Zeit eine zentrale Figur im Hintergrund, organisierte Abläufe rund um die Profimannschaft und übernahm später als Leiterin Organisation und Infrastruktur noch mehr Verantwortung. „Es ist eine Auszeichnung, dass so ein großer Traditionsverein sie kontaktiert hat, für so einen großen Job. Eine sehr schöne Geschichte für Kathleen“, ergänzte Freund.

Für den FC Bayern könnte ein Abgang aber zu einem Problem werden und sorgt für gemischte Gefühle an der Säbener Straße. Zwar wird Krüger der mögliche Karriereschritt grundsätzlich gegönnt, doch intern soll nicht jeder glücklich darüber sein, eine so wichtige Persönlichkeit zu verlieren. Ein Abgang würde beim Rekordmeister eine spürbare Lücke hinterlassen.

Größere Rolle beim HSV

Beim Hamburger SV könnte Krüger hingegen eine deutlich prominentere Position einnehmen. Sie gilt als die Wunschkandidatin für den Posten des Sportvorstands und soll künftig die sportliche Ausrichtung des Klubs maßgeblich mitbestimmen.

Kathleen Krüger
Foto: IMAGO

In dieser Rolle würde sie eng mit den weiteren Entscheidungsträgern zusammenarbeiten und sowohl Transferstrategien als auch strukturelle Entwicklungen verantworten. Für Krüger wäre es der nächste große Karriereschritt – weg aus der organisatorischen Schlüsselrolle im Hintergrund hin zu einer Führungsposition mit öffentlicher Verantwortung.

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