Beim FC Bayern richten sich die Blicke zunehmend auf Max Eberl. Der Sportvorstand steht vor einem richtungsweisenden Sommer – sportlich wie wirtschaftlich.
Am Montagabend tagte der Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters in der Allianz Arena. Dabei ging es nicht nur um die strategische Zukunft des Klubs, sondern auch um die Arbeit der sportlichen Führung um CEO Jan-Christian Dreesen, Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund.
Die Verträge aller drei Verantwortlichen laufen zwar erst 2027 aus, konkrete Entscheidungen über mögliche Verlängerungen dürfen laut Vereinsstatuten jedoch frühestens ein Jahr vor Vertragsende getroffen werden. Deshalb dürfte das Thema erst bei der nächsten Sitzung im August wirklich Fahrt aufnehmen.
Vor allem Eberl steht bis dahin unter besonderer Beobachtung.
Eberl muss sportliche und wirtschaftliche Ziele vereinen
Der 52-Jährige trägt als Sportvorstand die Hauptverantwortung für die Kaderplanung – und damit auch für die schwierige Balance zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlicher Vernunft.
Denn an der Säbener Straße gilt weiterhin die klare Vorgabe: Die Gehaltskosten sollen langfristig sinken.
Zwar wurden in den vergangenen Monaten bereits einige finanzielle Altlasten abgebaut, dennoch bleibt das Ziel bestehen, das Gehaltsgefüge zu reduzieren und gleichzeitig finanziellen Spielraum für Transfers zu schaffen.
Die Bayern wollen ihre wirtschaftliche Stabilität bewahren und weiterhin schwarze Zahlen schreiben – ein zentraler Bestandteil der Vereinsphilosophie.
Musiala und Davies sorgen für Diskussionen

Besonders heikel: Ausgerechnet Jamal Musiala und Alphonso Davies unterschrieben zuletzt langfristige und hoch dotierte Verträge. Beide gelten sportlich als absolute Schlüsselspieler, wurden zuletzt jedoch immer wieder von Verletzungen ausgebremst.
Wie die tz berichtet, wird Eberl deshalb teilweise vorgeworfen, sich in Vertragsgesprächen zu stark von der Spielerseite treiben zu lassen.
Der Tenor innerhalb des Klubs lautet laut dem Bericht: Der Sportvorstand müsse lernen, häufiger klare Grenzen zu setzen und auch einmal Nein zu sagen.
Allerdings wissen die Verantwortlichen gleichzeitig, wie riskant ablösefreie Abgänge von Topstars wie Musiala oder Davies gewesen wären.

