Ismael Saibari hat bei der Weltmeisterschaft für Aufsehen gesorgt. Ausgerechnet Bayerns Wunschspieler traf gegen Brasilien spektakulär – und könnte damit seinen Marktwert weiter steigern.
Der FC Bayern verfolgt die Auftritte von Ismael Saibari bei der Weltmeisterschaft derzeit ganz genau. Der Offensivspieler der PSV Eindhoven gehört zu den wichtigsten Transferzielen der Münchner für die kommende Saison. Nun hat der Marokkaner auf der größten Fußballbühne der Welt erneut Werbung in eigener Sache betrieben.
Beim überraschenden 1:1 seiner Nationalmannschaft gegen Brasilien erzielte Saibari den Führungstreffer für Marokko. Mit einem sehenswerten Lupfer ließ der 25-Jährige die Fans staunen und sorgte für einen der bislang spektakulärsten Momente des Turniers.
Für die Bayern ist das sportlich eine erfreuliche Nachricht. Schließlich bestätigt Saibari damit einmal mehr seine starke Form. Gleichzeitig könnte der Treffer den laufenden Transferpoker komplizierter machen.
Die Verantwortlichen in München arbeiten bereits seit Wochen an einer Verpflichtung des Offensivspielers. Nach übereinstimmenden Berichten haben sich die Bayern mit der Spielerseite bereits vollständig auf einen Vertrag geeinigt. Offen bleibt weiterhin die Ablöse, die mit der PSV Eindhoven verhandelt werden muss.
PSV sitzt weiter am längeren Hebel
Wie die BILD berichtet, verlief die erste Verhandlungsrunde zwischen beiden Vereinen zwar positiv, eine Einigung wurde bislang jedoch noch nicht erzielt. Genau deshalb kommt Saibaris WM-Auftritt für die Bayern möglicherweise zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Der niederländische Meister soll für den Nationalspieler weiterhin ein Gesamtpaket von bis zu 60 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen fordern. Die Bayern hingegen möchten nach den bisherigen Berichten möglichst unter der Marke von 50 Millionen Euro bleiben.
Mit starken Leistungen auf internationaler Bühne verbessert Saibari allerdings seine Verhandlungsposition und die seines Vereins. Jeder weitere überzeugende Auftritt könnte PSV zusätzliche Argumente liefern, an den hohen Forderungen festzuhalten.
Die Situation erinnert an den Poker um Nathaniel Brown. Auch dort versuchten die Münchner frühzeitig eine Einigung zu erzielen, bevor der Spieler bei der Weltmeisterschaft weiter an Marktwert gewinnt.

Bei Saibari ist dieser Schritt bislang noch nicht gelungen. Der Marokkaner nutzt das Turnier aktuell als internationales Schaufenster und zieht mit seinen Leistungen zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich.
Für Max Eberl könnte die Frage daher zunehmend lauten, wie lange sich die Verhandlungen noch hinziehen dürfen. Denn jeder weitere starke Auftritt des Offensivspielers erschwert die Hoffnung auf einen günstigeren Deal.
Der nächste Prüfstein wartet bereits im kommenden Gruppenspiel auf Saibari. Dort trifft Marokko auf Schottland – und die Bayern werden die Leistung ihres Wunschspielers erneut ganz genau verfolgen.

