Eberl verrät Bayern-Strategie: So soll der Kader künftig aussehen

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Der FC Bayern hat seinen Kader in den vergangenen beiden Jahren Schritt für Schritt umgebaut. Sportvorstand Max Eberl sieht den eingeschlagenen Weg inzwischen deutlich vorangekommen und erklärte nun, welche Philosophie hinter der aktuellen Kaderplanung steckt.

Mit den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari sowie der gezielten Förderung eigener Nachwuchstalente verfolgt der FC Bayern einen klaren Plan für die Zukunft. Dieser Prozess begann bereits vor zwei Jahren – und ist nach Ansicht von Sportvorstand Max Eberl inzwischen weit fortgeschritten.


Am Rande der Audi Summer Tour in Jeju erläuterte der 52-Jährige, worauf die Verantwortlichen bei der Zusammenstellung des Kaders besonderen Wert legen und weshalb Flexibilität dabei eine zentrale Rolle spielt.

Eberl setzt auf Qualität statt Quantität

„Es gibt Situationen, es gibt Spiele, es gibt Momente, da wird der Trainer darauf reagieren. Und genau diese Flexibilität wollten wir dem Trainer zur Verfügung stellen, dass er Möglichkeiten hat, unterschiedliche Ideen zu verwirklichen“, erklärte Eberl.

Diese Vielseitigkeit betreffe längst nicht nur die Defensive. „Das ist in der Defensive und im Mittelfeld gegeben, allerdings auch in der Offensive. Auch da haben wir unterschiedliche Spielertypen, die zu unterschiedlichen Gegnern, zu unterschiedlichen Systemen passen können.“

Der Bayern-Boss machte deutlich, dass genau diese Kaderstruktur von Beginn an das Ziel gewesen sei: „Das Ziel war immer gewesen, dass wir 15, 16 Profis haben. Der Rest sollen junge Jungs sein, die von hinten anschieben, den Kader ein Stück weit eben auch mit frischer Luft beleben. So wie Lenny letztes Jahr.“

Damit spielte Eberl auf Lennart Karl an, der sich in der vergangenen Saison über starke Leistungen im Training und in den Testspielen für höhere Aufgaben empfahl. Diesen Weg möchte der Rekordmeister künftig mit weiteren Talenten fortsetzen.

Für Eberl war allerdings immer klar, dass sich der Umbau nicht innerhalb eines Sommers realisieren lässt: „Ich habe, als ich anfing, schon gesagt, dass das, was wir anfangen und das, was wir im Kopf haben, ein bisschen dauern wird. Das ist nicht in einer Transferperiode getan, sondern das wird ein bisschen dauern.“

Nach inzwischen zwei Jahren sieht der Sportvorstand den FC Bayern auf einem guten Weg: „Jetzt sind wir zwei Jahre weiter und haben schon sehr, sehr viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgestellt haben.“

Die Aussagen unterstreichen den langfristigen Ansatz der Münchner. Statt auf einen möglichst großen Kader setzt der FC Bayern künftig auf eine kleinere Gruppe etablierter Profis, ergänzt durch vielversprechende Nachwuchsspieler vom Campus. Trainer Vincent Kompany soll dadurch maximale Flexibilität erhalten – und gleichzeitig jungen Talenten regelmäßig die Chance geben, sich nachhaltig für höhere Aufgaben zu empfehlen.

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