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3 Gründe warum Niko Kovac sich derzeit das Leben selbst schwer macht

Niko Kovac
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Nach dem blamablen DFB-Pokal-Auftritt in Bochum steht Niko Kovac zum wiederholten Mal in der Kritik. Die Diskussionen rund um den Bayern-Cheftrainer haben in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Medienberichten zufolge sitzt der 48-jährige alles andere als sattelfest auf der bayerischen Trainerbank. Auch wenn Kovac sicherlich nicht alleinig für die aktuelle Krisenstimmung beim FC Bayern verantwortlich ist, hat der Kroate sich zuletzt alles andere als fehlerfrei präsentiert.

Es gibt wohl wenige Vereine in der Fussball Bundesliga, bei denen nach drei Siegen in Folge „dicke Luft“ herrscht, der FC Bayern ist jedoch einer davon. Die Münchner haben sich zuletzt zu knappen Erfolgen gegen Piräus (3:2), Union Berlin (2:1) und Bochum (2:1) gemüht. Trotz dieser Siege ist die Stimmung an der Säbener Straße angespannt, sowohl die Verantwortlichen als auch die Spieler selbst sind unzufrieden, unzufrieden mit der Art und Weise wie der deutsche Rekordmeister sich derzeit präsentiert.

Im Fokus der Kritik steht (mal wieder) FCB-Cheftrainer Niko Kovac, der Druck auf den Kroaten nimmt stetig zu. Sowohl die eigenen Fans, als auch die Medien gehen mit Kovac aktuell hart ins Gericht. Umso kurioser ist die Tatsache, dass der 48-jährige sich derzeit das Leben zum Teil selbst schwer macht. Wir haben nachfolgend drei Beispiele dafür:

1. Kovac und seine „öffentlichen Aussetzer“

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Niko Kovac hat sich in den vergangenen Wochen zu viele „öffentliche Fehltritte“ erlaubt und dadurch unnötig den Unmut von Fans und Spielern auf sich gezogen. Angefangen hat alles mit der Notnagel-Aussage über Thomas Müller, für die sich Kovac kurze Zeit später bereits entschuldigen musste. Auch in dieser Woche legte sich der Bayern-Trainer mit seinen Aussagen sehr weit aus dem Fenster. Unter anderem wurde dessen unglücklicher „PS-Vergleich“ mit dem FC Liverpool medial ausgeschlachtet und auch seine öffentliche Schwärmerei für die Fans seines Ex-Klubs Eintracht Frankfurt sorgt derzeit für Irritationen in München.

2. Die Müller-Debatte wird zur Never Ending Story

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Mit der Degradierung von Thomas Müller hat Kovac bereits früh in der Saison eine „Baustelle“ aufgemacht, die er mittlerweile nicht mehr geschlossen bekommt. Der Ur-Bayer hat nicht nur bei den Fans ein sehr hohes Standing, sondern auch bei den Verantwortlichen. Ein Indiz dafür sind unter anderem die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge über die Zukunft von Müller, mit denen sich der Vorstandsboss deutlich zu Gunsten des Angreifers aussprach.

Bitter aus Kovac-Sicht, Müller-Ersatz Philippe Coutinho hat nach einer starken Anfangsphase in den vergangenen Wochen nachgelassen und ist bei weitem nicht mehr so unantastbar wie kurz nach seiner Verpflichtung im Sommer.

3. Kovac hat nach wie vor keine eigene Spielphilosophie gefunden

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Während die ersten beiden Punkte sich eher neben dem Platz abspielen, sind Kovac aber auch auf dem Platz Fehler unterlaufen. Sein vermeintlich größter ist die Tatsache, dass die Bayern unter Kovac nach knapp 1,5 Jahren immer noch keine eigene Spielphilosophie gefunden haben. In Frankfurt setzte Kovac noch auf eine defensive Kompaktheit, von diesem Ansatz hat er sich in München schnell verabschiedet. Aber auch in der Offensive fehlt es an einer klaren Handschrift. Viele Angriffe wirken wie ein Zufallsprodukt, dominiert von Einzelaktionen. Mit Serge Gnabry und Torjäger Robert Lewandowski hat Kovac das Glück zwei Spieler in herausragender Form in seinen Reihen zu haben. Ohne diese beiden Ausnahmekönner würde es deutlich schlechter um die Bayern stehen.