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Flick hat eine neue Option für die Offensive: Goretzka lässt seinen Worten Taten folgen

Leon Goretzka
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Mit einer Torvorlage und einem sehenswerten Treffer per Seitfallzieher avancierte Leon Goretzka am vergangenen Wochenende, beim 5:0-Heimerfolg gegen den FC Schalke 04, zum Matchwinner auf Seiten des FC Bayern. Der 24-jährige Mittelfeldspieler hat einen starken Auftakt in die Bundesliga-Rückrunde hingelegt und scheint Philippe Coutinho den Rang im offensiven Mittelfeld abgelaufen zu haben.

„Ich möchte noch mehr Einfluss aufs Spiel bekommen und noch mehr Verantwortung übernehmen“, mit diesen Worten hatte Leon Goretzka vor kurzem im Bayern-Magazin „51“ seine persönlichen Ziele und Ambitionen für die Rückrunde formuliert. Mit Blick auf seine Leistungen gegen Hertha BSC Berlin und vor allem gegen den FC Schalke 04 hat Goretzka auf seine Worten Taten folgen lassen.

Nicht nur bei den Bayern-Fans genießt der deutsche Nationalspieler ein sehr hohes Ansehen, auch die Verantwortlichen in München wissen genau was Sie an Goretzka haben. Sportdirektor Hasan Salihamidzic sprach dem Mittelfeldspieler nach dem Schalke-Spiele im Interview mit dem „kicker“ ein Sonderlob aus: „Er hat der Mannschaft das gewisse Etwas gegeben und Verantwortung übernommen. Er ist torgefährlich und auch kopfballstark. Leon ist ein wichtiger Spieler, wenn er so auftritt.“ Auch Bayern-Trainer Hansi Flick scheint in der Rückrunde auf Goretzka zu setzen.

Ist Goretzka ein dauerhafte Lösung im (offensiven) Mittelfeld?

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Gegen Berlin mimte Leon Goretzka den Kimmich-Ersatz und spielte gemeinsam mit Thiago im defensiven Mittelfeld. Am vergangenen Samstag gegen Schalke erhielt der 24-jährige den Vorzug vor Philippe Coutinho und durfte im offensiven Mittelfeld hinter Robert Lewandowski ran. Mit einem Tor und einer Torvorlage war Goretzka maßgeblich an dem starken Auftritt der Münchner beteiligt und sammelte ordentlich Pluspunkte im Kampf um einen Stammplatz im hart umkämpften FCB-Mittelfeld.

Während Flick sich auf der Doppel-Sechs (vorerst) auf Thiago und Kimmich festgelegt hat und Müller aktuell noch als Gnabry-Ersatz auf Rechtsaußen aushelfen muss, scheint Goretzka die erste Option für das offensive Mittelfeld zu sein, vor Philippe Coutinho. Laut Ex-Schalke-Trainer Huub Stevens gibt es gute Gründe, warum Goretzka die bessere Lösung für diese Position ist: „Er gibt Druck auf die Spieler, die den Aufbau bei Schalke machen. Wenn du dann einen Coutinho dahinstellst, der gibt nicht den Druck so wie Goretzka. Das kann Goretzka viel besser.“

Es wird spannend zu sehen welche Rolle und Position Goretzka beim FC Bayern spielen wird, wenn Serge Gnabry wieder bei 100 Prozent ist und Thomas Müller erneut auf seine „Lieblingsposition“ hinter Lewandowski möchte. Für Leihgabe Coutinho wird es indes immer schwerer sich in der Rückrunde für einen dauerhaften Verbleib zu empfehlen.