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Weiteres technisches Hilfsmittel: FIFA testet automatische Abseitserkennung

Foto: OLI SCARFF/AFP via Getty Images

Der Weltfußball-Verband FIFA testet derzeit ein neues technisches Hilfsmittel. Mit einer automatische Abseitserkennung sollen Schiedsrichter und der Video Assistent in Zukunft noch besser unterstützt werden.

Abseitssituation sind nach wie vor ein großes Thema im Fußball. Trotz des Video Assistant Referees sorgen diese weiterhin für viel Aufsehen, vor allem weil die Entscheidungsfindung oftmals sehr lange dauert. Die FIFA testet derzeit eine neue automatische Abseitserkennung. Das technische Hilfsmittel soll frühestens bei der WM 2022 in Katar zum Einsatz kommen.

Automatische Abseitserkennung entlastet den VAR

Johannes Holzmüller, verantwortlich für Technik und Innovation bei der FIFA, äußerte sich gegenüber der ARD Sportschau wie folgt zu dem Vorhaben der FIFA: „Die Idee hinter der Abseitstechnik ist, die Überprüfung von solchen Spielsituationen durch den Videoassistenten zu beschleunigen“.

Derzeit erfolgt die Prüfung einer vermeintlichen Abseitsstellung noch manuell durch den VAR, d.h. der Schiedsrichter legt die virtuelle Linie selbst fest und entscheidet danach ob es Abseits war oder nicht. Laut Holzmüller soll es dies in Zukunft nicht mehr geben: „Grundsätzlich geht es darum, dass nicht mehr der Video-Assistent bei Abseitsfragen die Linien anlegt, um eine mögliche Abseitsstellung zu ermitteln“.

Mit der neuen Technik werden die Linien zur Überprüfung automatisch festgelegt. Das spare Zeit, die Überprüfung von Spielsituationen durch den Video-Assistenten könnte in Sachen Abseits schneller ablaufen, so Holzmüller.

Dennoch stößt auch dieses technische Hilfsmittel an seine Grenzen: Die Frage ob es sich um ein aktives oder passives Abseits handelt oder ob es sich um ein absichtliches Zuspiel gehandelt hat, bleibt weiterhin dem Menschen überlassen.

Einführung der neuen Abseitstechnik soll zur WM 2022 erfolgen

Auch wenn die FIFA bereits erste Erfahrungen mit der neuen Technik bei der Klub-WM 2019 gesammelt hat, ist es noch ein weiter Weg bis zu „regulären Einführung“. Dennoch hat man ein klares Ziel im Blickfeld – die WM 2022 in Katar. Bei der WM 2014 in Brasilien kam erstmals die Torlinientechnik zum Einsatz. 2018 in Russland folgte der Video-Assistent und 2022 soll die Abseitstechnik kommen, so Holzmüller: „Das Ziel ist, zur WM in Katar mit dem System arbeiten zu können“.