Bundesliga

Die Stimmen zum Spiel gegen Leipzig: „Am Ende können und müssen wir damit leben“

Hansi Flick
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Das Topspiel am 10. Spieltag in der Fußball Bundesliga zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig 3:3-Unentschieden. Die Münchner präsentierten sich in der Defensive erneut anfällig und konnten sich am Ende bei Thomas Müller und Kingsley Coman bedanken, dass man die Tabellenführung nicht aus der Hand gegeben hat.

Das Spitzenspiel zwischen Bayern und Leipzig konnte den hohen Erwartungen Stand halten. Die beiden Team trennten sich nach einem wilden Schlagabtausch mit einem leistungsgerechten 3:3-Unentschieden. Spieler und Verantwortlichen beim FC Bayern zeigten sich nach dem Spiel gespalten.

Thomas Müller avancierte mit seinen beiden Toren zum Matchwinner auf Seiten der Bayern und äußerte sich wie folgt zu der Punkteteilung mit Leipzig: „Dass wir zurückkommen können, wussten wir schon vor dem Spiel. Dass wir aktuell leider auch oft zurückkommen müssen, wissen wir auch nicht erst seit heute. Am Ende können und müssen wir damit leben. Es ist gut, dass wir Tabellenführer bleiben“.

Trotz seines Doppelpacks war der 31-jährige mit seiner eigenen Leistung nicht ganz zufrieden: „Für mich waren heute bei mir auch ein paar zu viele Ballverluste dabei. Es war nicht alles perfekt. Man schießt nicht jedes Spiel so zwei Tore, vor allem nicht in so einem wichtigen. Aber bei mir persönlich wäre heute noch deutlich mehr drin gewesen“.

Zudem betonte Müller, dass die Bayern weiterhin mit den äußeren Umständen kämpfen: „Der Kader ist stark belastet, damit müssen wir umgehen. Es gibt immer wieder Rückschläge, die wird es weiterhin geben“.

„Für beide Torhüter war es heute nicht so schön“

Bayern-Kapitän Manuel Neuer haderte mit den drei Gegentoren: „Für beide Torhüter war es heute nicht so schön. Wir haben einfach zu viele Gegentore in dieser Saison bekommen. Wir müssen an der Rückwärtsbewegung arbeiten und vor allem am Stellungsspiel, was man beim Tor von Emil Forsberg heute wieder gesehen hat“. Ähnlich wie Müller ist Neuer mit dem Punkt „grundsätzlich zufrieden“. Wobei der 34-jährige dieses Ergebnis vor dem Spiel nicht akzeptiert hätte: „Es war ein großartiges Spiel für den neutralen Zuschauer. Am Ende können wir mit dem Punkt leben. Vor dem Spiel wäre ich nicht zufrieden gewesen, nach dem Spiel sage ich, dass ich einen Punkt nehmen werde“.

Hansi Flick sprach nach dem Spiel von einem zufriedenstellenden Resultat: „Für die Zuschauer war es ein sehr wildes Spitzenspiel. Als Trainer sieht man das ein wenig anders. Ich denke wir haben die Tore zu leicht bekommen. Auch im Ballbesitz hatten wir zu wenig Kontrolle. Wir müssen mit dem Unentschieden dennoch zufrieden sein“. Der 55-jährige nahm seine Spieler jedoch zeitgleich in die Pflicht: „Wir können und müssen uns alle steigern“.

Wie bereits unter der Woche gegen Atletico Madrid gab es ein Sonderlob für Jamal Musiala: „Für einen 17-Jährigen war das ein sehr reifer Auftritt. Jamal spielt befreit auf und hat heute auch gezeigt was er auch immer im Training anbietet. Für uns war es daher keine schwere Entscheidung ihn zu bringen“.