Eberl über Sperre: Kompany „wird trotzdem Einfluss geltend machen“

Sebastian Mittag
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Vincent Kompany fehlt dem FC Bayern im Halbfinal-Hinspiel gegen PSG gesperrt – doch intern bleibt man gelassen.


Der FC Bayern muss im Champions-League-Kracher bei Paris Saint-Germain ohne Cheftrainer Vincent Kompany auskommen. Der Belgier ist nach seiner dritten Gelben Karte im Wettbewerb gesperrt und wird das Hinspiel am Dienstag von der Tribüne aus verfolgen.

Sportvorstand Max Eberl zeigte sich vor dem Abflug der Münchner dennoch entspannt. „Ich glaube, für die Mannschaft ist es dann auch egal. Natürlich, Vincent Kompany ist unser Cheftrainer, und wir hätten ihn gerne alle an Bord gehabt. Es ist schade, aber jetzt ist es so, damit haben wir uns abgefunden“, erklärte der 52-Jährige.

Danks übernimmt an der Seitenlinie

Vertreten wird Kompany an der Seitenlinie von seinem Assistenten Aaron Danks. Der 42-Jährige kennt die Abläufe im Trainerteam bestens und genießt das volle Vertrauen der Verantwortlichen.

„Er muss sich keine Tipps holen, weil die beiden jetzt seit mehreren Jahren unfassbar eng zusammenarbeiten“, betonte Eberl. „Die wissen genau, wie sie ticken, und Aaron weiß genau, was Vini haben möchte, wie er es haben möchte und wie er es in seiner Art dann auch umsetzen will. Deswegen mache ich mir keine Gedanken.“

Auch innerhalb der Mannschaft sieht Eberl keine Probleme. Die Spieler seien bestens vorbereitet und mit den taktischen Vorgaben vertraut: „Jeder weiß um die Dinge, die wir umsetzen wollen, defensiv wie offensiv.“

Besonders hob der Sportvorstand die Qualitäten von Danks hervor: „Er ist ein super smarter Typ auf und neben dem Platz. Er ist mit Herz und Seele dabei. Er brennt.“

Kompany bleibt im Hintergrund präsent

Trotz der Sperre wird Kompany das Spiel nicht völlig aus der Hand geben können. Zwar darf der Trainer weder in die Kabine noch direkten Kontakt zur Bank halten – die UEFA überwacht dies streng –, dennoch traut Eberl ihm weiterhin Einfluss zu.

Vincent Kompany
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„Er wird trotzdem seinen Einfluss geltend machen, wo es geht. Er ist ein unfassbarer Trainer“, stellte der Bayern-Boss klar.

Die Ausgangslage bleibt damit klar: Auch ohne ihren Chefcoach wollen die Münchner im Prinzenpark den Grundstein für den Finaleinzug legen. Das Vertrauen in das Trainerteam und die Mannschaft ist groß – Kompanys Handschrift soll auch ohne direkte Präsenz an der Seitenlinie sichtbar bleiben.

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