Hinter der Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern steht nach wie vor ein großes Fragezeichen. Der Vertrag des 52-Jährigen läuft im Sommer 2027 aus. Eine Verlängerung gilt als unsicher. Wie nun bekannt wurde, hat sich ein saudischer Topklub um den erfahrenen Bundesliga-Manager bemüht.
Die Diskussionen um die Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern reißen nicht ab. Jetzt gibt es offenbar sogar konkretes Interesse aus Saudi-Arabien am Sportvorstand der Münchner. Wie die saudische Zeitung Arriyadiyah berichtet, beschäftigt sich Al-Ittihad intensiv mit einer Verpflichtung des 52-Jährigen.
Demnach soll der Klub bereits erste Gespräche mit Eberl geführt haben.
Al-Ittihad plant Eberl als neuen Sportdirektor
Laut dem Bericht möchte der saudi-arabische Topklub Eberl als neuen Sportdirektor installieren. Hintergrund ist offenbar die geplante Trennung vom bisherigen Kaderplaner Ramon Planes.
Allerdings sollen die Gespräche zwischen Al-Ittihad und Eberl aktuell ins Stocken geraten sein. Grund dafür seien unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige sportliche Ausrichtung des Vereins. Eine Einigung gibt es bislang demnach nicht.
Die Meldungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Eberls Zukunft beim FC Bayern ohnehin weiter offen ist. Der frühere Bundesliga-Profi arbeitet seit März 2024 als Sportvorstand in München. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2027.
Intern gilt Eberl trotz der sportlich erfolgreichen Saison weiterhin nicht als unumstritten. Vor allem seine Kaderplanung aus dem vergangenen Sommer wird laut mehreren Medienberichten kritisch bewertet.
Kritik an Transfers und Verhandlungen

Nach Informationen von SPORT1 sprechen Insider teilweise von einer „chaotischen“ Transferplanung. Demnach soll Eberl intern vorgeworfen werden, zu viel Geld ausgeben zu wollen und in Verhandlungen mit Beratern sowie Spielern nicht konsequent genug aufzutreten.
Vor allem die finanziellen Rahmenbedingungen spielen an der Säbener Straße derzeit eine große Rolle. Der Aufsichtsrat fordert weiterhin, die Gehaltsstruktur zu stabilisieren und größere Investitionen sorgfältig abzuwägen.
Entscheidung fällt erst im August
Eine unmittelbare Gefahr für Eberls Posten besteht aktuell allerdings offenbar nicht. Laut der Sport BILD soll seine Zukunft erst bei der nächsten Aufsichtsratssitzung im August konkret thematisiert werden.
Eberl selbst hatte zuletzt deutlich gemacht, dass er sich weiterhin langfristig beim FC Bayern sieht. „Jetzt haben wir, glaube ich, sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht. Ich fühle mich sehr, sehr wohl“, sagte der Sportvorstand vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain bei DAZN. Und weiter: „Man soll meinen Job bewerten. Und wenn sie meinen Job gut finden, dann bin ich auch bereit, länger bei Bayern zu bleiben.“
Klar scheint: Die kommenden Monate dürften für Eberl richtungsweisend werden – sowohl beim FC Bayern als auch möglicherweise international.

