Nach CL-Aus gegen Bayern: Real-Boss Pérez erhebt schwere Vorwürfe

Vjekoslav Keskic
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Das Champions-League-Aus gegen den FC Bayern sorgt bei Real Madrid weiterhin für heftige Nachwirkungen. Präsident Florentino Pérez hat nun erneut scharf gegen den Schiedsrichter und die UEFA geschossen – und dabei schwere Vorwürfe erhoben.

Die Königlichen verpassten nach dem dramatischen Viertelfinale gegen den FC Bayern erneut das große Ziel Champions-League-Titel. Besonders die Entscheidungen rund um den Platzverweis von Eduardo Camavinga bei der 3:4-Rückspielniederlage treiben Pérez offenbar weiter um.


Im Interview mit El Chiringuito machte der 79-Jährige seinem Ärger öffentlich Luft. „Der Schiedsrichter wollte nicht, dass wir das Champions-League-Halbfinale erreichen“, erklärte Pérez mit Blick auf das Rückspiel gegen die Münchner.

Als Hauptgrund führte der Real-Boss die Rote Karte gegen Eduardo Camavinga an. „Er hat einen Fehler gemacht“, betonte Pérez.

Die Aussagen sorgen vor allem deshalb für Diskussionen, weil Real Madrid selbst in den vergangenen Jahren immer wieder von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen profitierte.

FC Bayern vs. Real Madrid
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Doch nicht nur die UEFA und der Referee standen im Fokus des Real-Präsidenten. Auch gegen den FC Barcelona teilte Pérez erneut heftig aus.

Im Kontext des sogenannten Negreira-Skandales erklärte er: „Ich will keine Beziehung mit einem Klub, der über zwei Jahrzehnte Schiedsrichter bezahlt hat.“

Die Beziehung zwischen beiden spanischen Topklubs sei „komplett zerstört“. Zudem legte Pérez noch einmal nach: „Wenn sie mich verklagen wollen, sollen sie doch!“

Chaos bei Real Madrid nimmt zu

Die Aussagen des Real-Präsidenten kommen in einer ohnehin angespannten Phase bei den Königlichen. Sportlich blieb Real Madrid in dieser Saison ohne Titel. Neben dem Aus in der Champions League verpassten die Madrilenen auch in der Liga und im Pokal ihre Ziele.

Zu allem Überfluss soll es auch innerhalb der Mannschaft zunehmend Unruhe geben. Laut spanischen Medienberichten kam es zuletzt zu mehreren Konflikten innerhalb der Kabine. Unter anderem sollen Antonio Rüdiger und Álvaro Carreras aneinandergeraten sein.

Auch zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein. Beide Spieler wurden daraufhin mit Geldstrafen in Höhe von jeweils 500.000 Euro belegt.

Intern wird bereits intensiv über die sportliche Zukunft diskutiert. Vor allem die enttäuschenden Auftritte gegen den FC Bayern haben bei den Verantwortlichen offenbar tiefe Spuren hinterlassen.

Dass Pérez nun öffentlich Schiedsrichter und UEFA attackiert, dürfte die ohnehin hitzige Debatte rund um das Viertelfinale zusätzlich weiter anheizen.

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