Das Comeback von Manuel Neuer in der deutschen Nationalmannschaft kurz vor der WM 2026 sorgte bereits im Vorfeld für hitzige Diskussionen. Nun werden weitere Details bekannt, die zeigen, wie umstritten die Entscheidung offenbar auch intern beim DFB war.
Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte mit der überraschenden Rückkehr des Bayern-Kapitäns kurz vor Turnierbeginn für großes Aufsehen gesorgt. Während viele Fans und Experten den erfahrenen Schlussmann als zusätzlichen Stabilitätsfaktor begrüßten, blieb Neuer bei der Weltmeisterschaft letztlich hinter den hohen Erwartungen zurück.
Bereits gegen Außenseiter Curaçao musste der 40-Jährige den ersten Torschuss auf sein Gehäuse passieren lassen. Auch gegen die Elfenbeinküste und Ecuador kassierte Deutschland jeweils früh Gegentreffer. Vor dem zweiten Tor gegen Ecuador geriet Neuer zudem in die Kritik, nachdem ihm der Ball unmittelbar vor der Hand weggespitzelt worden war. Der Bayern-Keeper selbst wies die Vorwürfe damals entschieden zurück und erklärte: „Auf gar keinen Fall“ sei dies ein Torwartfehler gewesen.
Zwar zeigte Neuer beim Elfmeterschießen im Sechzehntelfinale gegen Paraguay kurzzeitig noch einmal seine Klasse und parierte einen Schuss, am bitteren WM-Aus konnte aber auch er nichts mehr ändern.
Rückholaktion sorgte intern für Ärger

Wie ran berichtet, soll die Entscheidung für Neuers Comeback innerhalb der Nationalmannschaft erhebliche Spannungen ausgelöst haben.
Demnach habe Torwarttrainer Andreas Kronenberg sogar mit einem Rücktritt gedroht. Hintergrund sei gewesen, dass Nagelsmann die Entscheidung für Neuer offenbar ohne vorherige Abstimmung getroffen habe. Zuvor sollen Oliver Baumann die Rolle als Nummer 1 und Alexander Nübel die Position als Ersatzkeeper zugesichert worden sein.
Streit um Nübel und Urbig?
Besonders brisant fällt eine weitere Passage des Berichts aus. Laut ran soll Neuer seine Rückkehr an die Bedingung geknüpft haben, dass Alexander Nübel nicht zum WM-Kader gehört und stattdessen Bayern-Keeper Jonas Urbig als dritter Torwart nominiert wird.
Am Ende sei laut dem Bericht ein Kompromiss gefunden worden: Urbig reiste als vierter Torwart mit zur Weltmeisterschaft, während Nübel trotz seiner vorherigen Perspektive zurückgestuft wurde. Das Verhältnis zwischen Neuer und Nübel soll danach weiterhin angespannt geblieben sein.

