„Musste mental extrem stark sein“: Kane spricht über schweren Karriere-Moment

Tim Schoster
Foto: IMAGO

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Bayern-Star Harry Kane spricht über einen Moment, der lange nachwirkte. Vor seiner dritten WM richtet der Angreifer den Blick zwar nach vorn, macht aber auch deutlich, wie sehr die bitteren Niederlagen mit England ihn geprägt haben.

Der Bayern-Stürmer erinnerte an das verlorene EM-Finale 2021 gegen Italien, das England im Elfmeterschießen mit 2:3 abgab. Kane nannte diese Partie einen “schweren Moment” in seiner Karriere und sagte: “Ich musste mental extrem stark sein, um das zu verarbeiten”. Gerade weil England in den vergangenen Jahren mehrfach so nah dran war, ist der Antrieb für das nächste große Turnier bei ihm besonders groß.


Das zeigt sich auch mit Blick auf die WM, auf die sich Kane nach eigenen Worten “riesig” freut. Der Kapitän der Engländer sagte: “Die Tatsache, dass wir so oft so nah dran waren, motiviert mich enorm, wieder dort hinzukommen und diesen einen Schritt weiterzugehen”. Zu den schmerzhaften Rückschlägen gehört neben dem Finale von 2021 auch das Endspiel der EM 2024, das England mit 1:2 gegen Spanien verlor.

Auch personell ist der Rahmen für die WM bereits klar umrissen. England geht unter Trainer Thomas Tuchel in das Turnier und trifft in Gruppe L auf Kroatien, Ghana und Panama. Für Kane ist damit nicht nur der sportliche Weg abgesteckt, sondern auch die Chance verbunden, eine Serie knapper Niederlagen bei großen Turnieren zu durchbrechen.

Teamgeist als Hoffnungsträger

Harry Kane
Foto: IMAGO/Newspix

Kane sieht einen wichtigen Schlüssel innerhalb der Mannschaft. Zum Trumpf der Auswahl von Thomas Tuchel soll der über Jahre gewachsene Zusammenhalt werden. In der Gruppe, so beschreibt es der Angreifer, “versteht wirklich jeder jeden, alle sind offen miteinander und wir alle wissen, wofür wir kämpfen”. Gerade nach mehreren Endspielen und den damit verbundenen Enttäuschungen bekommt diese Geschlossenheit besonderes Gewicht.

Für den Stürmer des FC Bayern ergibt sich daraus ein klares Bild: Die Erinnerung an die verlorenen Finals bleibt präsent, sie soll England aber nicht lähmen. Vielmehr verbindet Kane die Rückschläge mit neuer Motivation. Vor seiner dritten WM steht deshalb weniger die Vergangenheit im Mittelpunkt als der Versuch, aus genau diesen Erfahrungen den letzten Schritt abzuleiten, der bislang noch gefehlt hat.

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